ALP plus

Seit mehr als 10 Jahren unterstützt die ALP Grauholz junge Menschen bei der beruflichen Integration. Gerade in den letzten Jahren zeigte sich, dass immer mehr durch die vorhandenen Netze fallen und deshalb besondere Massnahmen erforderlich werden. Immer häufiger wurden bei uns Jugendliche gemeldet, die bereits mehrere Lehren abgebrochen hatten und für die auch über die verschiedenen kantonalen Brückenangebote keine Lösung gefunden werden konnte. Diese Tatsache führte zur Schaffung von ALP plus, einem sehr niederschwelligen Angebot, das aber auf einem sehr stark förderungsorientierten Ansatz basiert. Die Stärkung des Selbstwertgefühls und damit des Glaubens, den Platz in der Gesellschaft doch noch finden zu können, sind hier immer das primäre Ziel.
 
Das Angebot ALP plus richtet sich an junge Menschen, die mehr als das „normale“ ALP Coaching benötigen, also beispielsweise an Jugendliche
  • mit Mehrfachproblematiken, insbesondere mit psychischen Erkrankungen (ADHS usw.);
  • die über längere Zeit beschäftigungslos waren (zwei Jahre und mehr);
  • die bereits von der Triagestelle, dem CMBB oder der IV Stelle abgelehnt wurden;
  • die grundsätzlich Schwierigkeiten haben, sich an feste Strukturen und Abläufe zu halten und deshalb die Förderung der Kompetenzen zur Einhaltung einer Tagesstruktur im Vordergrund steht;
  • für die eine Lösung in einem sehr niederschwelligen Ausbildungsbereich, resp. eine Anmeldung bei der IV angestrebt wird.
Das Angebot ALP plus wird in enger Zusammenarbeit mit den anderen involvierten Stellen den individuellen Bedürfnissen der Jugendlichen angepasst, und die angestrebten Ziele werden dabei festgelegt.
 
ALP plus für Flüchtlinge
Grundsätzlich ist Vorgehensweise ähnlich wie bei ALP plus, wobei hier zusätzliche Förderungen, insbesondere im Bereich der Sprache, aber auch betreffend Umgangsformen und Arbeitsweise in der Schweiz, erforderlich sind.
 
Die Förderung der vorhandenen Ressourcen und der Abbau von Hemmnissen, die sich aus negativen Erfahrungen aus dem Heimatland oder während der Flucht ergeben haben, stehen im Vordergrund. Erfolgserlebnisse aus dem Arbeitsprozess schaffen hier die Basis für einen kontinuierlichen Aufbau des Selbstwertgefühles der jungen Menschen und so zum Erreichen einer Ausbildungsfähigkeit.